Castor & Pollux

Lasst Euch von den Fotos der Zwillings-Hunde berühren...

Zwei sonderbar süße Kreaturen

Im September 2007 sind meinem Freund und mir im Landesinneren von Sardinien an einem See zwei ausgesetzte Hunde zugelaufen und zwar im Doppelpack. Erst stand der eine vor mir, ausgehungert und dünn, mit langen Beinen und Schlappohren. Nach ein paar Minuten kam noch so ein seltenes Exemplar aus dem Gebüsch. Sie sahen aus wie süße außerirdische Kreaturen, Zwillinge!!!

 

Es war Liebe auf den ersten Blick und nach ein paar Tagen entschieden wir uns dazu, sie mit nach Deutschland zu nehmen. Vorangegangen war die Suche nach dem Besitzer – wir erfuhren an einem nahe gelegenen Bauernhof, dass dieser die Beiden vor ungefähr vier Wochen ausgesetzt hatte, sie waren ca. drei Monate alt. Zusätzlich überprüften wir die Möglichkeit, die Lieben in einem ortsansässigen Tierheim unterzubringen. Dieses war jedoch schon voll. Mehrere Arztbesuche folgten bis wir sie im Flieger mitnehmen konnten.

Wir hatten auch noch keine Namen. Innerhalb von kürzester Zeit musste ich mir diese ausdenken, intuitiv kam mir dabei „Castor und Pollux“, das Zwillingssternbild in den Sinn. 

 

Eine kleine Zusammenfassung über die mythologische Geschichte der Zwillingsbrüder könnt Ihr hier nachlesen.

Die mythologische Geschichte der Zwillingsbrüder Castor & Pollux

Unter den Dioskuren (altgr., Söhne Zeus) versteht man in der griechischen Myhtologie die Halb- und Zwillingsbrüder Kastor und Polydeukes. Häufig werden sie mit ihren lateinischen Namen Castor und Pollux genannt, in welcher Form sie darüber hinaus Namensgeber eines hellen Sternpaares im Wintersternbild der Zwillinge sind.
Polydeukes war der Sohn von Leda und Zeus, der ihr in Gestalt eines Schwans erschien. Über Kastors Abstammung herrschte unter den Griechen Uneinigkeit. Für die einen galt er als der Sohn der Leda und deren Gatten Tyndareos und wurde in derselben Nacht wie Polydeukes gezeugt. Da sie in der gleichen Nacht empfangen wurden, sind sie Zwillinge und unzertrennlich, allerdings war Polydeukes als Zeus’ Sohn ein Halbgott, Kastor aber ein Sterblicher. Für die anderen war Kastor wie sein Bruder ebenfalls ein Sohn des Zeus.
Beide nahmen an der Fahrt des Iason und der Argonauten auf der Suche nach dem Goldenen Vlies teil. Sie begleiteten Herakles auf dem Weg zu den Amazonen.
Das Ende der Dioskuren wurde durch einen von Kastor vom Zaun gebrochenen Streit mit seinem Cousin Idas eingeleitet. Idas erschlug (den sterblichen) Kastor, daraufhin tötete Polydeukes Idas’ Bruder Lynkeus. Zeus griff ein, indem er Idas mit einem Blitz vernichtete. Der – aufgrund seiner Abstammung – unsterbliche Polydeukes trauerte fortan um seinen Bruder. Er bat seinen Vater, er möge ihm die Unsterblichkeit nehmen, um zu seinem Bruder in das Totenreich gehen zu können.
Gerührt von so viel Liebe, ließ Zeus seinen Sohn wählen, entweder ewig jung zu bleiben und unter den Göttern zu wohnen oder mit Kastor jeweils einen Tag im unterirdischen Reich des Hades (Reich der Toten) und einen Tag im Olymp bei den Göttern zu weilen und dabei zu altern und letztlich zu sterben. Ohne zu überlegen, wählte Polydeukes die zweite Variante und wanderte von da an mit seinem Bruder zwischen dem Olymp und dem Hades.
Oft werden jedoch beide ihrem Namen entsprechend als Söhne des Zeus bezeichnet, die beide unsterblich gewesen seien und mit Helena, ihrer Schwester und ebenfalls einer Tochter des Zeus, aus einem Ei oder als Brüderpaar aus einem zweiten Ei gesprungen seien. Sie gelten als der Stolz Spartas.
Als Sternbild hatten sie besondere Beziehungen zur Seefahrt und waren dort helfende Gottheiten, die man in Seenot anrief. Der Dioskurenkult verbreitete sich zunächst über die ganze Peloponnes und über das hellenistische Kleinasien, auf Samothrake (vor den Dardanellen) hatten sie ein bedeutendes Heiligtum. Auch in der etruskischen Mythologie spielten sie eine wichtige Rolle.
In Rom, wo sie der Sage nach bei der Schlacht am Regillus lacus (um 500 v. Chr.) auf Seiten der Römer gegen die Latiner eingriffen, bestand ein ausgeprägter Dioskurenkult. Auf dem Forum Romanum befindet sich ein Tempel der Dioskuren.
Die deutsche Redensart zur Bezeichnung eines unverbrüchlichen Freundespaars wie Castor und Pollux hat sich bis heute gehalten.
(Quelle Wikipedia)

 

Inzwischen leben sie schon knapp sieben Jahre mit uns und rauben uns manchmal schon einige Nerven, da sie ein sehr südländisches Temperament haben und beide als Zwillingsbrüder sehr unterschiedlich sind. Manchmal ist es schwer, die Aufmerksamkeit zu teilen. Wir möchten sie in unserem Leben aber nicht mehr missen.